Dolomiten-Tour 1-4.5.1997


1.5.97
Abfahrt gegen 9:00 Uhr in Höfen (liegt in der Nähe von Bamberg)

In Hirschaid auf die A73 und dann immer Richtung Süden.
Ab Ingolstadt nieselt es immer wieder leicht, aber nicht stark genug für die Regenkombi, und nach München zeigt Ludwigs Thermometer gerade mal 6 an.
Weiter geht's über Garmisch, Zirler Berg, Brenner Staatsstrasse (dann hat tatsächlich bei Sterzing jemand den Vorhang aufgezogen, von da an hatten wir strahlenden Sonnenschein und 24-26 :-)))) und Brunneck nach Sand in Taufers, wo wir in der Pension Volgger (da waren wir schon einige Male zum Skifahren ;-)) für die nächsten drei Nächte gebucht haben.
Nach einem kurzen Ausflug zum Neves-Stausee machen wir uns auf die Suche nach einer Wirtschaft fürs Abendessen.

[Neves-Stausee] Am Neves-Stausee

Und da müßen wir feststellen , daß so kurz nach Ende der Wintersaison kaum ein Gasthof geöffnet hat, die machen alle Frühjahrsputz ;-(


2.5.97
Auf in die Dolomiten I

Über Bruneck, Gadertal und Stern geht's über den eher unbekannten, aber sehr schönen, Valparola-Paß hoch zum Falzarego-Paß und dann weiter nach Cortina d'Ampezzo.

[Valparola-Paß] Fotosession am Valparola-Paß

Von da aus über den Passo Tre Croci zu den 3 Zinnen und weiter nach Auronzo di Cadora.
Dann rechts ab Richtung Pieve di Cadora ( Dieses Stück ist eher langweilig, aber irgendwie muß man die Entfernung ja überbrücken :-).
Nach Valle di Cad. geht's links weg zum Passo Cibiana und dann kurz nach Dont wieder links zum Passo Duran.

[Duran-Paß] Helmut (Ich ;-), Günther, Norbert und Ludwig (v.l.n.r.) am Passo Duran

Beide Abzweige sind leicht zu übersehen, da es sich um eher unbekannte Pässe handelt. Deswegen ist aber auch kaum Verkehr und landschaftlich ist es zum Teil sehr reizvoll.
Von Agordo aus führt die Route weiter über Listolade, Concenighe, Avoscan, Masare und den Lago d'Alleghe nach Caprile (Wo kommen die Autos mit den Skiern auf dem Dach her ???).
Dort folgten wir den Wegweisern nach Cernadoi und Falzarego-Paß, und dann die schon bekannte Strecke über den Valparole, Stern bis nach Zwischenwasser, wo Norbert plötzlich meinte es wäre noch nicht genug, und nach rechts zum Furkelsattel (für Skifahrer: die Rückseite des Kronplatzes) abbog.
Also via Bad Bergfall, Olang, Brunneck zurück nach Sand in Taufers, wo der Tag erneut mit der Suche nach einem Gasthof endet.
P.S.: Wir kehren letztendlich in der gleichen Wirtschaft knapp unterhalb unserer Pension ein, wie am Tag zuvor. Der Wirt erinnert sich an uns ;-)

Am Abend erfolgt bei einigen Flaschen Rotwein bzw. Weizenbier die Routenbesprecheung für den nächsten Tag.:
Bis zum Rolle-Pass ?? , Viel zu weit , Mir tut heute schon der Hintern weh,..........


3.5.97
Auf in die Dolomiten II

Diesmal geht's gleich über den Furkelsattel (jeder Paß hat zwei Seiten ;-)), Gadertal und Stern weiter nach Kurfar.
Eigentlich wollten wir hoch zum Grödner Joch, aber das ist wegen Lawinengefahr noch gesperrt.
Also über den Campolongo nach Arabba und zum Pordoi Joch. Nach einer kurzen Rast führt die Route über Canazei durch das Fassatal bis nach Predazzo.
Hier folgen wir den Schildern links ab Richtung Bellamonte und zum Stausee Lago d'Paneveggio.
Irgendwie ist es dann passiert: 'Versehentlich' bin ich rechts zum Rolle-Paß abgebogen ;-))

[Rolle-Paß] Der Rolle-Paß in Richtung San Martino, IMHO einer der schönsten

Da er etwas abgelegen ist herrscht bis hinunter nach San Martino di Castrozza kaum Verkehr und wir können auch einmal einen Blick auf die herrliche Landschaft werfen.
San Martino ist wie ausgestorben und so drehen wir einfach um und folgen nach dem Rolle-Paß dem Abzweig Richtung Passo di Valles und kurz vor Falcade links ab zum San Pellegrino.
In Moena biegen wir wieder rechts ab in das Fassatal dem wir bis Canazei folgen.

EISPAUSE

Wo kommen nur wieder die Autos mit den Skiern her ??
Hinauf zum Fedaia-Paß. Ach ja, die Marmolada, daher die Skifahrer !! Warum kann man nur auf dem Motorrad keine Ski mitnehmen :-(
Kurz nach Rocca Pietore biegen wir links ab auf die Nebenstraße nach Pieve di Livinallongo und von da aus wieder Richtung Falzarego-Paß.
Den Rest des Weges kennen wir mittlerweile fast auswendig.
Die Suche nach einer Wirtschaft haben wir aufgegeben, der Wirt begrüßt uns schon wie alte Stammgäste.
Der Tag klingt langsam in der Pension aus. Morgen geht's wieder Richtung Heimat :-((


4.5.97
Ab nach Hause

Nach einem gemütlichen Frühstück verabschieden wir uns von Fr. Volgger und treten gegen 9:00 die Rückkehr an.
Durch das Pustertal und über die Brenner Staatsstraße geht es wieder nach Österreich. Auf dem Weg hinunter nach Innsbruck hat die Gendarmerie wie immer mehrere mobile Fotostudios aufgebaut, aber mit Hilfe der entgegenkommenden Fahrer geht alles gut ;-)
Da wir beschloßen haben, in Österreich kein Pickerl zu kaufen, biegen wir in Innsbruck rechts ab und folgen dem Inn bis Jenbach, wo es dann in Richtung Achenpaß geht.
Nach einer Mittagspause in Kreuth fahren wir bei Holzkirchen auf die Autobahn. Das schlechte Wetter hat uns wieder, nach München kommt die Regenkombi doch noch zum Einsatz.

Ankunft zu Hause ca. 17:30.


Zusammenfassung:

Landkarte Dolomiten (221KB)

Gefahrene km: ca. 1900, Anreise ca. 600km, Dolomitentouren je ca. 350km.

Teilnehmer:
Günther CX500C
Helmut XJ600S
Ludwig K1100LT
Norbert K75RT

Tips:

Der größte Vorteil der frühen Jahreszeit zeigt sich auf den Straßen der Dolomiten:
Es sind nur ganz wenige Auto- und nur vereinzelt Motorradfahrer unterwegs.

Wie schon erwähnt haben zu dieser Zeit viele Unterkünfte und Gasthäuser geschloßen, allerdings sind in den geöffneten Pensionen o. Hotels die Kosten sehr günstig.

Vor allem auf den Päßen ist so kurz nach der Wintersaison mit Split zu rechnen, hauptsächlich auf Nebenstrecken.

Das nächste Mal werden wir uns eine Unterkunft direkt in den Dolomiten suchen, um den lästigen Weg durch das Gadertal zu vermeiden.


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Letzte Änderung:6.1.2004 Helmut Oltenburger Last update: 01/06/2004

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